ᐅ Hexen: Die schockierende Wahrheit

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ᐅ Hexen: Die schockierende Wahrheit
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***Das obszönste Haustier der Welt.***Die Geheimnisse des Penisbaums: Wenn Penisse an Bäumen wachsen.***Sexy Harry Potter. Intime Fotos.***


Hexen: Sprich niemals mit ihnen

Pentagramm, Spirale, Pfauenfeder – das erinnert uns doch an …wutach-hexe
… ja, wahrscheinlich an die alte, kinderfressende Gruseloma aus Grimms „Hänsel und Gretel“, die mit der Krähe auf der Schulter mitten im dichten Gehölz dem jungen, gut gebauten Waldarbeiter über den Weg läuft und ihm ein Angebot macht, das er nicht ablehnen kann:
„Schau an, schau an, schöner Mann – wenn du errätst, welche Gattung Tier hier auf meiner Schulter sitzt, darfst du die Nacht mit mir in meinem kuscheligen Bettchen verbringen.“
Der Waldarbeiter stutzt, fängt an zu grübeln und nach einer längeren Denkpause stammelt er leise: „Das … ist … ein Mammut!“

„Tjaaaaa…“ erwidert die Hexe darauf, „das können wir ja gerade noch gelten lassen.“
Na gut. Ich geb’s ja zu, er ist nicht mehr ganz neu, dieser Scherz.
Aber er vermittelt doch einen Einblick in die Vorstellung und das Bild, das viele Menschen auch heute noch von „ Hexen “ haben. So, wie sie früher waren. Unter Umständen.


Unglaublich: Hexenfolter in der Schaumburg

Es kann aber auch ganz anders gewesen sein. Wie damals in der Schaumburg.
Die Hexe – ein junges Mädchen. Keine bucklige, hässliche, alte Frau mit großer, krummer Nase, die mit einer behaarten Warze versehen war.
Denkbar ist, das es dem Denunziantentum jener Zeit oder der Jahrhunderte alten Feindseligkeit gegenüber Andersdenkenden zum Opfer gefallen war.

Diese junge Frau, so die Legende, sei während Graf Otto von Schaumburg in Gefangenschaft schmachtete, von einem hinterhältigen Knappen der Zauberei bezichtigt worden. Über dessen Motive lässt sich heute trefflich spekulieren.

Die Gerichtslinde vor der Schaumburg
Die Gerichtslinde vor der Schaumburg ©dreamworx 2016

Jedenfalls hielt der Vogt des Grafen Gerichtstag unter der „Gerichtslinde“ vor der Schaumburg ab.
Das Mädchen, das seine Unschuld beteuerte, wurde in den Hexenturm geworfen. Aber es blieb standhaft, auch die schrecklichsten Folterqualen vermochten kein Geständnis aus ihm hervorlocken.
Der Richter gab bekannt, dass ein Gottesurteil die Schuld oder auch Unschuld der Delinquentin hervorbringen sollte.
Wie ein Fanal brach in der Nacht vor dem Gottesurteil ein heftiger Sturm los, der die alte Gerichtslinde vor dem Burgtor umstürzte.


Fakten über Gottesurteile

Als die Gefangene am folgenden Morgen durch das Burgtor geführt worden war damit das Gottesurteil in den Hexenteichen vollstreckt werden konnte, soll sie der Sage nach einen kleinen Ast, ein Reis, von der umgestürzten Linde abgebrochen und in die Erde gesteckt haben.
Überliefert und bekannt ist das Gelöbnis der Beschuldigten:

„So gewiss dies Reis grünen und wachsen wird, so wahr bin ich unschuldig!“

Die Knechte brachten die Gefangene zu den Hexenteichen nahe der Arensburg. Dort wurde sie mit den Daumen an die gegenüberliegenden Zehen gefesselt und, an ein Seil gebunden, ins Wasser des Hexenteichs hinabgelassen. Schwimmen war das Zeichen der Schuld und damit die Hexerei erwiesen. Ging sie unter, so galt die Angeklagte als unschuldig.

Wasserprobe im Hexenteich bei der Arensburg
Wasserprobe im Hexenteich bei der Arensburg ©dreamworx 2016

Grund war der damalige Volksglauben. Es herrschte die Vorstellung, dass sich der Teufel im Wasser mit der Hexe befand und ihr Untersinken verhinderte.
Eine andere Vorstellung beruhte darauf, dass Magierinnen sehr leicht sein mussten, um fliegen zu können und daher nicht untergehen konnten.

Hexenteich unter der Autobahnbrücke
Hexenteich unter der Autobahnbrücke ©dreamworx 2016

Natürlich sackte die Unglückliche sofort in die Tiefe – der Versuch, sie so schnell es ging herauszuziehen um sie zu retten, verlief erfolglos.
Das Lindenreis, berichtet die Sage, blühte und grünte und erinnerte dadurch bei jedem Anblick an schaurige Tat. Man kann die imposante Gerichtslinde, die mittlerweile etwa 600 Jahre alt ist, noch heute vor dem Torhaus der Schaumburg bewundern.


Das obszönste Haustier der Welt

Es ist schon erstaunlich, welche skurrilen Blüten die (Haus-) Tierhaltung treibt:
Da hält sich der eine Piranhas in der Badewanne, während der andere nach Feierabend mit seinem Känguru spazieren geht. Der nächste liebt seine Vogelspinne über alles und züchtet nebenher weiße Ratten. Wenn du glaubst, das sei abgefahren, kennst du die Haustiere der Hexen im Mittelalter noch nicht.

Albert Joseph Pénot - Départ pour le Sabbat (1910)
Albert Joseph Pénot – Départ pour le Sabbat (1910)

Pamphlet des Jahrtausends: Der Hexenhammer

Im „Hexenhammer“ (Malleus Maleficarum), einem im 15. Jahrhundert verfassten Leitfaden für die Hexenjagd, wurde der düstere Mythos von Phallus stehlenden Hexen erstmals erwähnt. Die Hexen sollen die sich windenden, abgetrennten Penisse als Haustiere gehalten und sie mit Hafer und anderen nahrhaften Körnern gefüttert haben.

Titelseite des "Hexenhammers"
Titelseite des “Hexenhammers”

 „Was endlich von denjenigen Hexen zu halten sei, welche bisweilen solche Glieder in namhafter Menge, zwanzig bis dreißig Glieder auf einmal, in ein Vogelnest oder einen Schrank einschließen, wo sie sich wie lebende Glieder bewegen, Körner und Futter nehmen, wie es von vielen gesehen ist und allgemein erzählt wird so ist zu sagen, daß alles dies durch teuflische Handlung und Täuschung geschieht; denn also werden in der angegebenen Weise die Sinne der Sehenden getäuscht.“ (aus: Heinrich Kramer, Der Hexenhammer)

Hier wurde den Hexen nicht nur untergeschoben, dass sie den Männern die Freude an ihrem Penis nehmen konnten, sondern dass sie ihn durch eine Art schwarzkünstlerischer Illusion unsichtbar machen oder gar „wegzuhexen“ vermochten.
Doch der Gipfel der von Kastrationsängsten geprägten Gesellschaft war mit dieser abwegigen und frauenfeindlichen Haltung noch lange nicht erreicht.


Die Geheimnisse des Penisbaums

Wenn Penisse an Bäumen wachsen

Ein im Jahr 2010 erschienener Bericht im „The Journal of Sexual Medicine“ erzählt von Holzschnitzereien und Manuskripten, auf denen zu sehen ist, wie Frauen Penisse von Bäumen pflücken und sie sich in ihre Roben stecken.

Phallusbaum
Phallusbaum

Eine weitere Holzschnitzerei aus dem frühen 15. Jahrhundert zeigt eine Frau, die ganz nebenbei Penisse pflückt, während ihr Liebhaber einen Vulvabaum gründlich untersucht.
Ein besonders bemerkenswertes Einzelstück des Penisbaums wurde in der Toskana gefunden – auf einem großen Wandgemälde aus dem 13. Jahrhundert.

Wandgemälde aus dem 13. Jahrhundert: Penisbaum
Wandgemälde aus dem 13. Jahrhundert: Penisbaum

Am Fuß des Phallusbaums, der mit vielen männlichen Geschlechtsorganen behängt ist, stehen einige Frauen. Bei genauem Hinsehen erkennt man, dass sich 2 offenbar um einen Penis streiten, eine andere einen Phallus zu pflücken versucht , während eine weitere scheinbar unbeteiligt ist – allerdings erkennt man in Höhe ihres Gesäßes eine der Früchte des beeindruckenden Exemplars Penisbaum.
Im Hexenhammer schreibt Kramer: „Alles geschieht aus fleischlicher Begierde, die bei [Frauen] unersättlich ist.”
Der Penisbaum—und seine Assoziation mit unersättlichen, wollüstigen Hexen—wirft im Grunde genommen aber noch eine weitere zwingende Frage auf:
Wenn Penisse an Bäumen wachsen würden, bräuchte man Männer dann überhaupt noch?


Sexy Harry Potter – Träume der anderen Art

Die Filmreihe „Harry Potter“ hat in jüngster Vergangenheit nicht nur eine enorme Vorliebe für schwarze Magie und Hexenkult hervorgerufen. Neuerdings kann man auf Instagram auch sexy Ablichtungen des Zauberlehrlings bewundern.
Auch wenn es sich nur um einen Doppelgänger handelt, das Double von Daniel Radcliffe lässt sicherlich ganz andere „Harry Potter“ – Träume wahr werden (sarahhesterphotography).


Die Filmindustrie verfolgt den Hype um das Thema Magier und Hexen natürlich weiter.
Womit ich nicht unbedingt absonderliche Horrorschocker meine, sondern Filme wie „Hänsel und Gretel: Hexenjäger“ (Originaltitel Hansel & Gretel: Witch Hunters, 2013), bei dem es sich um einen unterhaltsamen, tempo- und actionreicher Kinofilm der Gattung Fantasy mit hohem Blutzoll und viel schwarzem Humor handelt.

  1. Lena

    Hallo,
    ich bin gerade über deine Seite gestolpert und habe beim Lesen dieses Artikels und eine richtige Gänsehaut bekommen!
    Super recherchiert und die Fotos – einfach bezaubernd, fast schon “Hexerei”!
    Ganz toll!
    LG

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